Carving Longboards, muss man die kennen?

Auf jeden Fall! Jedenfalls dann, wenn wirklich Interesse an einen Longboard besteht und Überlegungen stattfinden, ob vielleicht eins gekauft werden soll. Spätestens dann wird nämlich klar, dass es beim Longboarden unterschiedliche Fahr-Typen gibt. Und diese Unterschiede spiegeln sich auch in den Boards wieder. Diese sind dann auf die Besonderheiten angepasst und ermöglichen somit noch mehr Fahrspaß. Und davon gibt es auch beim Carving eine Menge!

Doch was ist eigentlich Carving? Als Carving wird ein Fahrstil bezeichnet, bei dem es auf abschüssige Strecken geht. Statt den Berg mit hoher Geschwindigkeit hinunter zu rasen, setzen die Carver auf sogenannte Turns. Sie versuchen, die Abfahrt mit Kurven zu nehmen anstatt auf Geschwindigkeit zu setzen. Das stellt natürlich auch besondere Anforderungen an das Board, denn das muss beim Carven enge Kurven problemlos meistern können.



Die Besonderheiten der Carving Longboards

Wer zum ersten Mal ein Carving Board sieht, staunt meist nicht schlecht. Im Gegensatz zu allen anderen Skate- und Longboards liegen beim Carving Board die Rollen nicht komplett unter dem Deck, sondern schauen an den Seiten hervor. Das wird entweder dadurch erreicht, dass das Board an den Enden spitzer zuläuft und somit sehr schmal ist, oder durch die so genannten Cut-outs, also Aussparungen für die Rollen. Das ergibt mitunter eine wirklich coole Optik (in beiden Varianten), hat aber natürlich auch noch andere Gründe.

Diese Bauform der Decks ist speziell auf die Bedürfnisse beim Carving angepasst. Da viele Kurven gefahren und mitunter auch etwas enger genommen werden, ist es wichtig, dass die Rollen nicht am Deck anstoßen. Passiert das, kann es zu unschönen Stürzen kommen. Es kommt also darauf an, den Rollen Freiraum zu geben – und dafür ist diese Form der Boards konstruiert. Zudem ist das Deck noch leicht geschwungen und unterstützt damit die Fahrtechnik. So sind Fahrspaß und perfektes Kurvenverhalten garantiert.

Longboard Sets für den perfekten Einstieg

Carving ist wahrscheinlich nichts, was gleich zum Anfang auf der ToDo-Liste eines Longboard-Neulings steht. Da gehört dann doch schon ein bisschen Erfahrung dazu, um unfallfrei und lässig den Berg hinunter zu kommen. Wenn jedoch das Longboardfahren an sich nichts Neues mehr ist, sondern das Carving einfach die nächste Stufe darstellt, dann braucht es natürlich auch ein gutes Board. Zum einen besteht hier auch wieder die Möglichkeit, Deck, Achsen und Rollen separat zu kaufen, deutlich einfach ist es jedoch, wenn auf ein Komplett-Set zurückgegriffen wird.

Komplett-Sets sind bestens aufeinander abgestimmt und sorgen dafür, dass der Fahrspaß nicht getrübt wird. Wird beim Kauf einen solchen Sets dann noch darauf geachtet, das die einzelnen Bestandteile problemlos ausgewechselt werden können, kann sich jeder später mit mehr Erfahrung das Carving Longboard seiner Träume zusammenstellen.



Carving Longboards nur zum Carven?

Schlussendlich stellt sich noch die Frage, ob das Carving Longboard wirklich nur dafür gemacht ist, die Hänge möglichst kurvenreich und lässig herunter zu kommen. Natürlich ist das nicht der Fall! Gerade komplette Longboard-Neulinge sind häufig auf Carving Boards zu sehen. Die Aussparungen für die Räder machen es anfangs etwas leichter, unfallfrei vom Fleck zu kommen und auch sonst lässt sich das Board gut mit den Füßen kontrollieren und ist für die ersten Versuche auf Asphalt bestens geeignet. Und sind die Basics bekannt, kann dann im nächsten Step das Carving gelernt werden.